Siedlungs- und Einfamilienhaus
Häuser aus den 1950er bis 1980er Jahren am Stadtrand, etwa in Floridsdorf, Liesing oder der Donaustadt. Meist gut geeignet, oft mit Tausch einzelner Heizkörper und Dämmung der obersten Decke.
Gründerzeithaus, Siedlungshaus aus der Nachkriegszeit oder Villa in Döbling: Auch ältere Gebäude lassen sich oft mit einer Wärmepumpe heizen.
Ja, eine Wärmepumpe funktioniert in vielen Wiener Altbauten. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die Vorlauftemperatur, die Ihre Heizkörper an kalten Tagen brauchen. Liegt sie bei höchstens 55 °C, ist die Wärmepumpe meist sinnvoll und auch förderfähig.
Viele Altbauten haben große Gussheizkörper, die mit niedrigen Temperaturen gut zurechtkommen. Oft sind Häuser über die Jahrzehnte teilweise saniert worden, etwa mit neuen Fenstern. Das senkt die Heizlast und macht den Umstieg leichter.
Häuser aus den 1950er bis 1980er Jahren am Stadtrand, etwa in Floridsdorf, Liesing oder der Donaustadt. Meist gut geeignet, oft mit Tausch einzelner Heizkörper und Dämmung der obersten Decke.
Große Räume und hohe Decken, etwa in Hietzing oder Döbling. Hoher Wärmebedarf, deshalb ist eine genaue Heizlastberechnung wichtig. Bei großem Garten kann Erdwärme interessant sein.
Mehrparteienhaus mit Gasetagenheizungen. Möglich sind zentrale Lösungen mit Außengeräten am Dach oder im Innenhof. Dafür braucht es Planung, Zustimmung der Eigentümer und die Klärung von Stadtbild und Schallschutz.
Die Heizlast zeigt, wie viel Wärme das Haus an einem kalten Tag braucht. Sie ist die Grundlage für die Größe der Wärmepumpe. Übernehmen Sie nicht einfach die Leistung des alten Kessels.
Der Fachbetrieb prüft Raum für Raum, ob die Heizkörper mit niedriger Vorlauftemperatur reichen. Wo nicht, helfen größere Heizkörper oder Niedertemperatur-Heizkörper. Eine Fußbodenheizung ist kein Muss.
Dämmung der obersten Geschoßdecke, dichte Fenster und ein hydraulischer Abgleich senken den Wärmebedarf oft spürbar. Für die thermische Sanierung gibt es eigene Förderungen.
Im Altbau ist der Platz oft knapp. Mögliche Standorte sind der Garten, der Innenhof oder das Dach. In Schutzzonen muss das Stadtbild gewahrt bleiben, und im Mehrparteienhaus ist die Zustimmung der Miteigentümer nötig.
Im Altbau kommen zur Wärmepumpe oft Kosten für Heizkörper oder Dämmung dazu. Gleichzeitig gibt es beim Tausch der Gas- oder Ölheizung € 5.000 vom Bund und eine zusätzliche Förderung der Stadt Wien. Details unter Wärmepumpe Kosten in Wien und Wärmepumpe Förderung in Wien. Für die meisten Häuser ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die passende Lösung.
Nein. Viele Altbauten werden mit Heizkörpern und Wärmepumpe beheizt. Wichtig ist, dass die Heizkörper groß genug sind, um die Räume mit niedriger Vorlauftemperatur warm zu bekommen. Oft reicht es, einzelne Heizkörper zu tauschen.
Nicht zwingend. Eine Dämmung senkt aber die Heizlast. Dann reicht ein kleineres Gerät und die Wärmepumpe arbeitet effizienter. Oft sind einfache Maßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschoßdecke oder neue Fenster ein guter erster Schritt.
Das ist technisch anspruchsvoller als im Einfamilienhaus, weil das Außengerät einen Platz braucht und oft Miteigentümer oder Vermieter zustimmen müssen. Im Mehrparteienhaus werden häufig zentrale Lösungen für das ganze Haus geplant. Wo ein Fernwärmeanschluss möglich ist, ist das in Wien oft die naheliegende Alternative.
Ein einfacher Test: Drehen Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur Ihrer Gasheizung auf 50 bis 55 °C. Werden alle Räume warm, ist eine Wärmepumpe meist gut möglich. Verbindlich ist die Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb.
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