Wärmepumpe Kosten in Wien 2026: Preise und Richtwerte
Richtwerte für Luft-Wasser und Erdwärme, die wichtigsten Kostenfaktoren und was nach der Förderung übrig bleibt.
Die kurze Antwort
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus in Wien kostet je nach Quelle rund € 10.000 bis € 25.000 inklusive Montage. Mit Tiefenbohrung (Sole-Wasser) liegen Sie bei rund € 18.000 bis € 35.000. Davon ziehen Sie € 5.000 Bundesförderung und gegebenenfalls die Förderung der Stadt Wien ab.
Diese Werte sind Spannen aus österreichischen Marktübersichten, keine Festpreise. Ihr Preis hängt vor allem von der Heizlast des Hauses ab, also davon, wie viel Wärme es an einem kalten Wiener Wintertag braucht. Ein gut gedämmtes Reihenhaus in der Donaustadt braucht eine deutlich kleinere Anlage als eine unsanierte Villa in Hietzing.
Wärmepumpe Kosten nach System
Richtwerte inklusive Gerät und Montage für ein Einfamilienhaus in Österreich.
| System | Richtwert | Geeignet für |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | ca. € 10.000 bis 25.000 | Die meisten Einfamilien- und Reihenhäuser, auch bei Sanierung |
| Sole-Wasser mit Tiefenbohrung | ca. € 18.000 bis 35.000 | Grundstücke mit Platz für die Bohrung, hoher Wärmebedarf |
| davon Tiefenbohrung | ca. € 6.000 bis 14.000 | Abhängig von Tiefe, Untergrund und Zufahrt |
Was den Preis Ihrer Wärmepumpe bestimmt
Die größten Kostentreiber sind die nötige Leistung, die Art der Wärmequelle und der Umbau der bestehenden Heizung.
Heizlast und Geräteleistung
Die Heizlast bestimmt die Größe des Geräts. Je besser das Haus gedämmt ist, desto kleiner und günstiger kann die Wärmepumpe sein. Lassen Sie die Heizlast berechnen, statt die Leistung des alten Gaskessels zu übernehmen. Alte Kessel sind oft deutlich zu groß.
Heizkörper oder Fußbodenheizung
Mit einer Fußbodenheizung arbeitet die Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur und sehr effizient. Bei Heizkörpern kann es nötig sein, einzelne Heizkörper gegen größere zu tauschen. Das kostet extra, senkt aber dauerhaft den Stromverbrauch.
Warmwasser und Speicher
Die meisten Anlagen bereiten auch das Warmwasser. Dafür braucht es einen Speicher, dessen Größe von der Personenzahl im Haushalt abhängt.
Abbau der alten Heizung
Gastherme, Ölkessel und Öltank müssen fachgerecht entfernt werden. Bei Öl kommt die Reinigung oder Entsorgung des Tanks dazu. Für die Bundesförderung muss die fossile Heizung tatsächlich ausgebaut werden.
Aufstellort und Elektrik
Für das Außengerät braucht es meist ein kleines Fundament und Leitungen ins Haus. Oft muss auch der Zählerkasten angepasst werden. In engen Wiener Gärten und bei Reihenhäusern beeinflusst der Schallschutz die Wahl des Standorts.
Kosten nach Abzug der Förderung
Beim Tausch einer Öl-, Gas- oder Kohleheizung zahlt der Bund € 5.000 Pauschale für eine Wärmepumpe. Bei einer neuen Tiefenbohrung kommen € 5.000 Bohrbonus dazu, bei einer thermischen Solaranlage ab 6 m² € 2.500 Solarbonus.
Die Stadt Wien fördert den Heizungstausch zusätzlich: Für Eigenheime gibt es 35 % der anerkannten Kosten, höchstens € 8.000, bei Erdwärme zusätzlich € 4.000 (mit Einkommensgrenzen). Bund und Land dürfen zusammen nicht mehr als die förderfähigen Kosten ausmachen. Ab der Runde 2027 gilt: Antrag vor der Umsetzung stellen. Alle Details finden Sie auf der Seite Wärmepumpe Förderung Wien.
So vergleichen Sie Angebote richtig
- Liegt eine Heizlastberechnung zugrunde?
- Sind Demontage, Entsorgung, Elektrik und Fundament enthalten?
- Welche Vorlauftemperatur ist geplant und erfüllt das Gerät die Förderbedingungen (EHPA-Gütesiegel, höchstens 55 °C)?
- Welche Schallwerte hat das Außengerät und wo soll es stehen?
- Wie lange gelten Garantie und Wartung und was kosten sie pro Jahr?
Mit bis zu drei Angeboten aus Wien sehen Sie schnell, wo die Unterschiede liegen. Wie das abläuft, lesen Sie unter Ablauf. Wenn Sie in einem Altbau wohnen, lohnt sich vorher ein Blick auf Wärmepumpe im Altbau.
Fragen zu den Kosten einer Wärmepumpe
Wie viel kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Wien inklusive Montage?
Österreichische Anbieter nennen für ein Einfamilienhaus rund € 10.000 bis € 25.000 inklusive Montage. Die Spanne ist groß, weil Leistung, Speicher, Heizkörper und der Abbau der alten Heizung stark variieren.
Warum ist eine Erdwärmepumpe teurer?
Bei einer Sole-Wasser-Wärmepumpe kommt die Tiefenbohrung dazu. Laut Conversio Energie kostet die Bohrung allein rund € 6.000 bis € 14.000. Dafür arbeitet das System sehr gleichmäßig und leise. Der Bund fördert eine neue Bohrung mit einem Bohrbonus von € 5.000.
Wie viel bleibt nach der Förderung übrig?
Vom Angebotspreis gehen beim Tausch einer fossilen Heizung € 5.000 Bundesförderung ab, bei einer neuen Bohrung weitere € 5.000. Dazu kann eine Förderung der Stadt Wien kommen. Insgesamt darf die Förderung die Investitionskosten nicht übersteigen.
Welche Kosten stehen oft nicht im ersten Angebot?
Häufig separat: Austausch einzelner Heizkörper, Demontage und Entsorgung des Öltanks, Elektroarbeiten am Zählerkasten, ein Fundament für das Außengerät und die verpflichtende Energieberatung für die Förderung. Fragen Sie danach, bevor Sie Angebote vergleichen.
Sind die Betriebskosten günstiger als bei Gas?
Das hängt vom Strompreis, vom Gaspreis und von der Effizienz Ihrer Anlage ab. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe pro Kilowattstunde Wärme. Ein Fachbetrieb kann das für Ihr Haus abschätzen.
Was kostet die Wärmepumpe für Ihr Haus?
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